Gründe für die Teilnahme am Women’s March Zurich

1. Frauen-und LGBTQIA*-Rechte sind Menschenrechte und Menschenrechte sind Frauen*- und LGBTQIA*-Rechte.

2. Wir wollen eine Gesellschaft, in der keine Diskriminierung aufgrund des biologischen Geschlechts, des Genders, der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe, der nationalen Zugehörigkeit, der wirtschaftlichen Möglichkeiten oder aufgrund einer Behinderung stattfindet. Diese Diskriminierungsformen müssen gemeinsam gedacht werden und ein Widerstand kann nur gegen alle diese zusammen erfolgen. Wir sehen die bestehenden Strukturen und das System als Ganzes und stehen für einen breiten Widerstand.

3. Seit 1996 sind Frauen* in der Schweiz gesetzlich gleichgestellt. Diese Gleichstellung ist aber nur auf dem Papier erreicht. Noch immer stirbt hier alle zwei Wochen eine Frau* an den Folgen häuslicher Gewalt, noch immer werden Frauen* aufgrund ihres Geschlechts im privaten und öffentlichen Raum täglich Opfer sexualisierter Gewalt.

4. Die staatlichen Institutionen müssen frei von Sexismus und Rassismus für alle Menschen einstehen, insbesondere die Polizei. Racial Profiling verurteilen wir aufs Schärfste. Wir solidarisieren uns mit allen, die Opfer von rassistischer und sexistischer Polizeigewalt werden.

5. Die rassistische Politik von rechten Parteien wie der SVP und der Diskurs über Geflüchtete hat direkte Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Unternehmungen wie die ORS schlagen Profit aus der Migration und der Überforderung der lokalen Institutionen. Gerade Frauen* sind es, die noch unsichtbarer sind und in Notunterkünften und in der Öffentlichkeit Opfer von sexistischer, rassistischer Gewalt werden. Wir solidarisieren uns mit den geflüchteten Frauen* und queeren Menschen, die doppelter und dreifacher Diskriminierung ausgesetzt sind.

6. Wir stehen ein für die Rechte von Flüchtenden und Migrierenden, unabhängig von Aufenthaltsstatus und Herkunftsland. Bewegungsfreiheit muss weltweit für alle gewährleistet sein, ohne Hindernisse wie Grenzen, finanzielle Möglichkeiten oder Aufenthaltsstatus. Wir verurteilen Ausschaffungen und Deportationen, sowie Eingrenzungen und Präsenzpflicht. Kein Mensch ist illegal!

7. My body my choice; Frauen* entscheiden selbst darüber, wie sie leben wollen. Dazu gehört, selber über den eigenen Körper bestimmen zu können. Das heisst wir fordern freien Zugang zu sicheren, legalen und kostenlosen Abtreibungen und Verhütungsmitteln für alle Frauen*.

8. Wir sind der Überzeugung, dass LGBTQIA*-Rechte den Zugang zu wertungsfreier und umfassender Gesundheitsversorgung ohne Ausnahmen und Einschränkungen beinhalten. Alle Massnahmen, die für das rechtliche und tatsächliche Ausleben der eigenen Identität notwendig sind, müssen gewährleistet sein.

9. Wir glauben an Gendergerechtigkeit. Wir wollen frei von Geschlechternormen, Erwartungen und Stereotypen leben können. Geschlechterrollen müssen in der Schule und allen Medien hinterfragt werden. Wir müssen die Macht und die Ressourcen in der Gesellschaft gerecht verteilen.

10. Wir stehen ein für einen barrierefreien öffentlichen Raum, in dem sich alle Menschen frei bewegen können. Dies beinhaltet die Abkehr von Leistungsansprüchen und Rollenkonformität jeglicher Art.

11. Wir verlangen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und gleiche Möglichkeiten für alle. Jegliche Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Alter, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und physischen Fähigkeiten sowie Sexismus am Arbeitsplatz sind zu beenden.

12. Die meiste unbezahlte Arbeit wird von Frauen* erledigt. Ohne speziell dafür entschädigt oder anerkannt zu werden, erwartet die Gesellschaft von Frauen* die Kinder aufzuziehen, die Alten zu pflegen, zu putzen und zu kochen. Ausserdem sind viele „typische Frauen*berufe“ schlecht bezahlt und wenig angesehen. Diese Doppelbelastung macht krank. Besonders betroffen sind auch hier migrantische und arme Frauen*.

13. Lohndiskriminierung und prekäre Anstellungsbedingungen sind für viele Frauen* Realität. Dies verursacht Rentenausfälle und Altersarmut. Nur durch radikale Gleichstellung und ein Umdenken der jetzigen wirtschaftlichen Verhältnisse kann eine Veränderung stattfinden.

14. Wir glauben an einen internationalen Feminismus. Solidarität zwischen Frauen* darf sich nicht von Grenzen der Ethnie, Religions- oder Staatsangehörigkeit beschränken lassen, sondern muss global und allumfassend sein. Nur so kann gewährleistet sein, dass die Selbstverwirklichung von  Frauen* nicht die Ausbeutung und Prekarisierung vieler anderer bedeutet.

15. Wir finden, dass alle Menschen Anrecht haben auf eine intakte Umwelt. Ökologie ist kein Luxus, unsere Lebensgrundlage darf nicht dem Profit weniger Personen und Konzerne zum Opfer fallen. Wir stehen ein für das Recht aller Menschen, sich selbst und ihrer Gesundheit Sorge zu tragen. Dies hängt direkt zusammen mit der Erhaltung unserer Lebensgrundlage und der Sicherung eines intakten Klimas.

 

Stimmt für mich

Wir sehen uns am Samstag 😀

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Signaturen
204Maria LindeMrz 20, 2017
203Céline MüllerMrz 20, 2017
202Sarah ZwyssigMrz 19, 2017
201Ursina HerzogMrz 18, 2017
200Pepe de FrogMrz 18, 2017
199sonia cartoniMrz 18, 2017
198felix schwaiboldMrz 18, 2017
197Jonathan BüchiMrz 18, 2017
196Eva EllenMrz 18, 2017
195Jana SegmehlMrz 18, 2017
194Aids CureMrz 18, 2017
193Dick PicMrz 18, 2017
192Beate LitzkoMrz 18, 2017
191Steffi GrobMrz 18, 2017
190April TschoppMrz 17, 2017
189Shusha NiederbergerMrz 17, 2017
188Bettina BannwartMrz 17, 2017
187Florence WilliMrz 17, 2017
186Beatrice RothMrz 17, 2017
185Greta ClasenMrz 17, 2017
184petra schlaefleMrz 17, 2017
183næmi hahMrz 17, 2017
182Beni StückelbergerMrz 17, 2017
181Komitee selbst_bestimmtMrz 17, 2017
180Hanna Unger Mrz 17, 2017
179Mengzhen SchwarzMrz 17, 2017
178Nina VladovicMrz 17, 2017
177Elisabeth SchneiderMrz 17, 2017
176Natascha WeyMrz 17, 2017
175Alex KönigMrz 17, 2017
174Tonja ZürcherMrz 17, 2017
173Regula BühlmannMrz 17, 2017
172Céline AmbühlMrz 17, 2017
171simon jacobyMrz 17, 2017
170Fleur WeibelMrz 17, 2017
169Meenu GrunauerMrz 17, 2017
168Nuria MassóMrz 17, 2017
167Isabel KnobelMrz 17, 2017
166Sunda WegenerMrz 17, 2017
165Anja Lukicic BurgerMrz 17, 2017
164Michaela FuchsMrz 17, 2017
163Dayana GmünderMrz 17, 2017
162Giulia StotzMrz 17, 2017
161Claudia FreyMrz 17, 2017
160Alexandra Herzog GalliMrz 17, 2017
159Vera VoneyMrz 17, 2017
158Sfé RohrbachMrz 17, 2017
157anja kyia drägerMrz 17, 2017
156Corinne RufliMrz 17, 2017
155Esther BänzigerMrz 17, 2017